Teil 2 - Optimismus

Die sieben Säulen der Resilienz

Kennen Sie das? Sie setzten sich ein persönliches Ziel, beziehungsweise stellen sich der Herausforderung in Ihrem Leben und gehen voller Elan und Optimismus ans Werk. Doch irgendwann auf dem Weg zu Ihrer Traumerfüllung türmen sich Berge von Herausforderungen zwischen Ihnen und Ihrem ersehnten Ziel. Die Gefahr besteht, dass Sie nur noch die riesigen Hindernisse sehen und deshalb jeglicher Optimismus bei Ihnen schwindet. Plötzlich ist das Ziel nicht mehr sichtbar. Entmutigt stehen Sie da und fragen sich ob es überhaupt noch weitergeht.

Es ist schon interessant, dass wir Menschen uns leichter tun, das Negative zu sehen. Der berühmte schwarze Punkt auf dem weißen Blatt. Stehen wir nicht in der Gefahr, dass wir uns dauernd an diesem schwarzen Punkt auf dem Blatt aufreiben, statt auf die restliche weiße Fläche zu sehen? Hier kommt ganz aktiv unser erstes Thema ins Spiel. Wenn wir akzeptieren, dass der schwarze Punkt da ist und ihn nicht mehr bekämpfen, können wir die freigewordene Energie dazu verwenden auf die restliche weiße Fläche - also das Positive - zu sehen. Es ist natürlich herausfordernd, in einem tiefen und dunklen Tal, die Sonne zu erblicken. Man müsste den Berg erklimmen um die Aussicht in seinem Leben zu verbessern und die ganze Kraft der Sonne zu spüren. Doch wie komme ich zu diesem Optimismus, welcher mich durchträgt?

Wenn Sie gerade in der Phase Ihres Lebens stecken, in der Sie nicht mehr wissen wie es weiter geht, weil Sie vermeintlich alles Positive verlassen hat, versuchen Sie es doch mit der Dankbarkeit. Sie können beispielsweise jeden Tag einen Punkt aufschreiben, für welchen Sie dankbar sind und ich verspreche Ihnen, Ihr Leben wird sich verändern. Ihr Blick bewegt sich weg vom Negativen, hin zu den vielen Geschenken, welche Ihnen das Leben macht. Auf was wollen wir unseren Fokus lenken? Wenn wir sowieso denken müssen, warum nicht gleich positiv?

Eine weitere Möglichkeit seinen Optimismus zu stärken, ist folgende: In dem Moment in dem Sie darüber nachdenken aufzugeben, sollten Sie ernsthaft darüber nachdenken wieso Sie so lange durchgehalten haben. Am Anfang Ihrer Reise hat es einen Grund gegeben, warum Sie sich in Bewegung gesetzt haben. Ganz wichtige Werte sind in Ihrem Leben aufgeblitzt und Sie haben sich entschieden, trotz der ungewissen Reise, das Abenteuer auf sich zu nehmen. Hier ist zurückblicken für einmal gut, denn so können wir uns daran erinnern, weshalb wir das überhaupt machen. So hat man immer seinen persönlichen Grund vor Augen und wenn man dann sieht, wie weit einem dieser Grund schon getragen hat, kann man dankbar auf das bereits Erreichte blicken. Sie sind schon so weit gekommen, Sie haben schon so viel Großes vollbracht! Warum möchten Sie aufgeben? Vergessen Sie nie, Sie sind einzigartig und genau das ist Ihre Stärke. Marcus Aurelius hat mal folgendes gesagt: „Unser Leben ist das, wozu unser Denken es macht.“ Dankbarkeit und das Wofür im Leben zu kennen, sind zwei Varianten, welche uns helfen können Optimismus wieder zu bekommen oder zu bewahren.

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