Teil 3 - Lösungsorientierung

Die sieben Säulen der Resilienz

Nun folgt der Teil drei der Resilienzserie. Am Anfang haben wie über Akzeptanz gesprochen. Also das Geschehene annehmen und das Beste daraus machen. Im zweiten Teil ging es um Optimismus. Nach der Überlegung: wenn wir schon denken müssen, warum nicht positiv. Das Positive in unserem Leben suchen, also das was uns Halt gibt. Wie wollen wir denn resilienter werden, wenn wir uns hauptsächlich dem Negativen zuwenden? Aus der Akzeptanz und dem Willen nicht aufgeben zu wollen, gepaart mit dem positiven Denken, ergibt sich ein guter Weg, um nach vorne zu schauen und aktiv nach Lösungen zu suchen.

Das ist das Thema vom dritten Teil: Resiliente Menschen versuchen lösungsorientiert durchs Leben zu gehen.

Dies bedeutet, klare Ziele zu formulieren und Wege zur Realisierung zu finden. Manchmal ist die Zielformulierung nicht das Problem, sondern die Realisierung. Es gibt jedoch auch Momente im Leben, in welchen das Herz nach einer Änderung schreit, dies aber durch gewisse Umstände nicht wirklich wahrgenommen werden kann. Man fühlt es zwar, doch kann es nicht auf den Punkt bringen. Sei es in der Formulierung des Zieles oder in der Realisierung des Gewünschten, dieses Gefühl der Orientierungslosigkeit kann ganz schön viel Kraft kosten. Wie ein Schiff, dass sich ohne Leuchtturm durch den Sturm kämpft. Die Frage ist, was kann feste und zuversichtliche Orientierung im Leben geben? Wie kann man Ziele formulieren, welche einem so wichtig sind, dass man sie nicht sofort wieder aufgibt?

Eine Möglichkeit ist es sich einmal einen Ruhemoment zu nehmen um alles aufzuschreiben, was einem in seinem Leben wichtig ist, also alles was einem ausmacht. Vom Hobby, Familie, Beruf, etc. bis hin zu meinen Einstellungswerten, wie zum Bsp. Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Mitgefühl, etc. All diese Werte ergeben ein Bild von sich selbst. Daraus lassen sich wiederum im Leben verankerte Visionen definieren. Viktor Frankl schrieb dazu: Sinn kann nicht gegeben, sondern muss gefunden werden. Und Sinn im Leben ergibt sich aus der Werteverwirklichung. Also aus der Umsetzung dessen was mir wichtig ist. Um Lösungsorientiert Leben zu können, muss ich wissen was ich will. Deshalb ist es so wichtig in dieser gestressten Zeit, in der man oft mehr von außen gelebt wird, zu sich zu kommen und eine Selbstfindung zu machen. Leben Sie Ihr Leben, oder werden Sie vom Leben gelebt? Spüren Sie sich und Ihre Einzigartigkeit noch? Hierzu ein Zitat von Elisabeth Lukas: Die innere Sinnfindung eines Menschen ist die wichtigste Voraussetzung für seine seelische Gesundheit.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie solche Ruhemomente in Ihrem Leben finden. Die Realisierung solcher Ziele ist in der Praxis nicht immer einfach. Wie heißt es so schön: Alle Wege führen nach Rom. Nicht immer ist der Weg gradlinig und eben. Manchmal gibt es Abzweigungen ohne Schilder und wir nehmen dann Umwege. Doch nicht jeder Umweg ist auch einer. Vielleicht will uns das Leben noch was lernen, bis wir am Ziel sind. Nicht jede offene Türe ist der beste Weg und nicht jede geschlossene Türe sollte man mit aller Kraft eintreten wollen. Was ich dabei sagen will: Das Leben ist oft das, was neben der eigenen Lebensplanung geschieht. Wenn wir flexibel sind und auf die geänderten Umstände im Leben reagieren können, ohne unsere Vision aus den Augen zu verlieren, haben wir die besten Voraussetzungen um an der Realisierung unserer Ziele erfolgreich zu arbeiten. Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, doch bei mir ist vieles anders gekommen und trotzdem habe ich an meinem Ziel, an der Realisierung und meinen Werten festgehalten. Auch wenn es nicht ganz so gekommen ist wie ich es plante und es oft sehr schwierig war, passt es für mich.

Mit den Worten von Viktor Frankl möchte ich schließen: Die Spielregeln des Lebens verlangen von uns nicht, dass wir um jeden Preis siegen, wohl aber, dass wir den Kampf niemals aufgeben.

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